Adbusting, Culture Jamming und konsumpf.de

 

 

 

Für unsere Radiosendung ‚Kulturelle Störgeräusche‘ hatten wir Anfang des Jahres auch den Konsumkritiker Peter Marwitz getroffen, auf den wir über seinen Blog www.konsumpf.de aufmerksam geworden waren. In seinem „Forum für kreative Konsumkritik“ schreibt er über die Auswüchse von Reklame und Marketing und macht an vielen Beispielen deutlich, dass wir keinesfalls so immun gegen die allgegenwärtigen Logos und Kaufaufforderungen sind, wie wir es gerne wären und wie viele tatsächlich von sich denken. Zwischen 5.000 bis 10.000 Werbebotschaften erreichen uns täglich, schätzen verschiedene Kommunikationsforscher_innen. Marktforschungsinstitute bestreiten diese Zahl natürlich. Henner Förstel, Projektmanager und Werbeforscher, beispielsweise meint in einem Artikel von oekotest.de: „Zählt man nur die Werbespots, die der Konsument aktiv wahrnimmt, so sind das viel weniger, als man glaubt.“ Ein zynischer Einwand von Seiten der Werbeindustrie, beschäftigt sie sich doch seit langem mit dem Einfluss unbewusster Botschaften. Gerade darin liegt doch die Brisanz des Themas.

Adbuster und Culturejammer wie der Kanadier Kalle Lasn, Gründer der Media Foundation und des Adbuster Magazine, kämpfen weltweit gegen die Dauerbeeinflussung der Konsumgüterindustrie. Und auf konsumpf.de findet sich eine spannende Sammlung an Fotos und Artikeln diverser Anti-Werbeaktionen. Marwitz weist zum Beispiel auf eine nette Adbusting-Aktion hin, „Russenkälte“:

Tipps:

  • Kalle Lasn: Culture Jamming – Das Manifest der Anti-Werbung. Freiburg 2005
  • Buy Nothing Day: Kalle Lasn auf youtube
  • Naomi Klein: No logo! München 2001
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