Warum entscheidet Ihr Euch nicht, Jako-o?

Anfang des Jahres hatte unsere Jury die Darstellung einer Spielküche im Katalog von Jako-o für den Goldenen Zaunpfahl, Negativpreis für absurdes Gendermarketing nominiert und so begründet:Nun taucht im aktuellen Weihnachtskatalog von Jako-o dieselbe Küche wieder auf, und wie es scheint, gab es im Vorfeld eine Diskussion im Jako-o-Team, deren Ergebnis uns gut gefällt:

Warum wir trotzdem nicht feiern?

In der neuen Version bäckt er, sie ist fürs Rezept zuständig (und fragt laut Text bei Mami nach:( ), soweit so gut. Aber es sieht nicht so aus, als hätte man sich bei Jako-o konsequent dafür entschieden, die Rosa-Hellblau-Falle zu vermeiden und auf die Reproduktion klischeehafter Rollenbilder zu verzichten. Auf manche Katalog-Seiten scheint sich die Diskussion von oben zwar positiv ausgewirkt zu haben, …

… und dann wieder stecken offenbar alle Beteiligten tief in der Klischeekiste und nehmen Kinder und Eltern gleich mit: Nähen läuft unter „Kreativität / Mädchen“ und Werken unter „Kreativität / Jungen“. Diese Einteilung und Geschlechtertrennung wurde ja in fast allen Schulen inzwischen abgeschafft, aus pädagogischer Sicht spricht nichts dafür, Mädchen vom Werken und Jungen vom Nähen auszuschließen, aber Jako-o sieht das anders. Vielen Dank auch :(

Schade drum!

So positiv uns also das aktualisierte Küchenfoto auffiel, so enttäuscht sind wir doch über die Unentschlossenheit bei Jako-o, Schluss zu machen mit einengenden Klischees für Mädchen und Jungen. Gerne hätten wir endlich losgelegt und ein Klischee-frei-Siegel vergeben, aber das dauert wohl noch. Im Moment sieht es eher so aus, als ob Jako-o sich für den Goldenen Zaunpfahl 2018 bewerben möchte. (News in Kürze unter goldener-zaunpfahl.de)

Mit vielen Grüßen

aus der Rosa-Hellblau-Falle

 

Artikel teilen…
Share on Facebook39Tweet about this on TwitterShare on Google+0Share on LinkedIn0Pin on Pinterest0Share on Tumblr0Print this page