Tag Archives: Feature

Rosa-Bann und Hellblau-Falle

Die Feen- und Glitzerwelt eines kleinen Jungen

Radiofeature um 10:05 – 10:30 Uhr

(Link zum Feature in der Mediathek)

Live-Diskussion mit Hörerinnen und Hörern: 19.20 bis 20 Uhr

(Link zum Nachhören)

Puppen und Prinzessinnen, Glitzer und Nagellack, die Sprache der Werbung, Produkt- und Verpackungsdesign vermittelt deutlich, dass all diese Dinge Mädchen vorbehalten sind, für Jungen tabu. Interessiert sich ein kleiner Junge doch dafür, dann erfährt er schiefe Blicke, verletzende Kommentare und Unsicherheit bei Eltern, Erziehern und Lehrerinnen.
Bei der Recherche für unser Buch „Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees“ haben wir eine junge Familie kennengelernt und begleitet. Deren fünfjähriger Sohn ist fasziniert von einem Lebensbereich, aus dem er sich zugleich ausgeschlossen fühlt. Wie gehen die Eltern damit um?

 

 

 

Flattr zur Rettung des Radiopuzzles

Seit diesem Monat gehören auch wir zu den Flattr-Freund*innen.

Gelesen hatte ich schon viel darüber, aber da ich es bisher unter dem reinen Kosten-Nutzen Aufwand betrachtet hatte, kam es nicht weiter in Frage. Und auch Sebastian Heiser von der taz schrieb nichts Gutes darüber: „Auf taz.de ist Flattr kein Button, mit dem unsere Leser den besten Journalismus unterstützen, sondern es ist ein Button für Häme und Schadenfreude“. Also was sollten wir damit.

Als ich jetzt von Sandra Müller, unterstützt von Nele Heise via Twitter einen Schubs bekam, habe ich nochmal nachgelesen, was andere so sagen, wie sie die Idee einsetzen, warum sie dabei bleiben. Und schon öfter habe ich interessante Artikel im Netz gelesen und mir überlegt, wieviel Recherchearbeit wohl dahinter gesteckt haben muss, habe gestaunt über Blogger*innen, die viel Zeit ins Schreiben stecken und hätte meine Wertschätzung gerne lohnender zum Ausdruck gebracht als durch eine Tweetempfehlung. Ob Flattr da der passende Weg ist, ist umstritten, und was Christoph Amthor darüber schreibt, gibt mir zu denken. Doch die Idee von Tobias Baier, Flattr-Einnahmen nicht als willkommenes Zubrot zu sehen, sondern für eine ganz bestimmte Aktion einzusetzen, fand ich gut, und sie scheint ja auch funktioniert zu haben.

Trotzdem und deshalb habe ich nun auch bei uns Buttons eingebaut, hier unter den Share-Buttons, klar, aber vor allem auf der Seite unseres QR-Radiofeatures „Kulturelle Störgeräusche. Wer hat das Sagen im öffentlichen Raum„.

Das Motto des QR-Radio-Projektes ist: „Verschenke ein Radiofeature“ – feel free to ad. Der QR-Code bietet die Möglichkeit, codedas Feature an passender Stelle im öffentlichen Raum anderen zur Verfügung zu stellen. Und wir hoffen natürlich, dass auf diesem Weg viele Menschen auf die Sendung stoßen und sich von ihr durch die Straßen führen lassen. Und wer daran besonderen Gefallen gefunden hat, kann sich, wie bisher auch schon, den QR-Code selbst ausdrucken und das Featuregeschenk so weiterreichen. Doch jetzt gibt es eben darüberhinaus noch die Möglichkeit, uns zu flattern :)

Als Neueinsteiger*in haben wir ja noch so gar keine Vorstellung, wo uns das hinführen kann, ob das bei einem symbolischen Schulterklopfer bleibt. Sollten sich aber viele über das Feature freuen, dann wollen wir uns davon keine Gummibärchen kaufen, sondern das Geld in zwei wartende Projekte stecken:

Wohin fließt der Flattr?

 

Foto: resolution ©Franz Pfluegl via fotolia.com #551433

Foto: resolution ©Franz Pfluegl via fotolia.com #551433

1) in die Rettung des Radiopuzzles:  Für Deutschlandradio Kultur haben wir 2009 ein interaktives und nonlineares Feature über das Puzzeln in allen seinen Bedeutungen produziert: „Puzzle im Kopf. Oder die Rästel unserer Wahrnehmung„. Umgesetzt ist die Idee mit dem Korsakow System von Florian Thalhofer. Sie lässt sich hier ansatzweise erkennen: www.radiopuzzle.de, doch leider funktioniert inzwischen die damals verwendete Methode, Bild und Ton zu kombinieren, nicht mehr, die einzelnen Clips werden nicht bis zum Ende gespielt und brechen einfach ab. Das Feature besteht aus 81 Puzzleteilen, die jedes einzeln repariert werden müssen. Wir freuen uns deshalb über Unterstützung, damit die Idee nicht verloren geht, ein Feature von den Hörer*innen selbst und individuell zusammenpuzzlen zu lassen, die es so bis zu dem Zeitpunkt nicht gab.

2) in ein zweites QR-Radio-Projekt: Für die Idee, ein Feature im öffentlichen Raum zu verorten, hatten wir uns mehrere Themen überlegt, eines davon hat der SWR mit dem oben beschriebenen QR-Feature umgesetzt. Doch das soll erst der Anfang sein, für das zweite Feature haben wir schon Aufnahmen gemacht, die Idee steht – auch wenn wir inhaltlich hier noch nichts verraten wollen. Eine Redaktion beim öffentlich-rechtlichen gibt es auch schon, doch die ist nur an der reinen, klassischen Audio-Version interessiert. Das genügt uns aber nicht, wir finden die Verknüpfung im Raum ganz wesentlich, die Zeiten des Wohnzimmerradios sind vorbei.

Flattr-Beiträge fließen also in die Umsetzung des Features für Internet und öffentlichen Raum, und wir freuen uns über Unterstützung, damit das Feature raus aus der Schublade kommt!

 

 

Kommunikations-Seminare „extra für Frauen“

Einladung zum Radiohören: Podcast der SWR2-Wissen Sendung „Rhetorik für Frauen. Was bringen Kommunikationstrainings

„Starke Frauen reden Klartext.“

„Sagen Sie, was Sie meinen – erreichen Sie, was Sie wollen!“

So oder ähnlich lauten die Titel von Ratgebern, die Frauen bei der erfolgreichen Kommunikation im Job unterstützen sollen. Zugleich bieten immer mehr Rhetoriktrainer*innen Kurse speziell für weibliche Berufstätige an. Denn frauentypische Sprechweisen und Körperhaltungen gelten als Karrierebremse: lächelnd geneigter Kopf, hohe Stimme, Konjunktive statt klarer Ansage. In den Workshops sollen Frauen lernen, die eigenen Kommunikationsmuster zu durchbrechen und bei Bedarf eine „Sprache der Macht“ einzusetzen. Aber können solche Bücher und Trainings wirklich Rollenstereotype aufweichen und das Verstehen verbessern? Oder zementieren sie eher Klischees? Wie wäre es stattdessen mit einer wertschätzenden Kommunikation unabhängig vom Geschlecht und ganz gleich, wer mit wem spricht.

Ein Radiofeature mit

– Peter Modler, Unternehmensberater und Leiter der Arroganz-Trainings® für weibliche Führungskräfte

– Cornelia Topf. Buchautorin und Kommunikationstrainerin

– Lann Hornscheidt. Professx für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien, Humboldt-Universität Berlin

 

Zu den Seiten des SWR mit dem Link zum mp3-Download geht es *hier*